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Diese Unterlagen können Sie im Jahr 2020 vernichten

von Sarah Blumenberg-Trautvetter

Sie können unter Beachtung der Fristen für die Steuerfestsetzungen nachstehend aufgeführte Buchführungsunterlagen nach dem 31. Dezember 2020 vernichten, wenn die Steuerfestsetzung im Jahr 2011 erfolgt ist.

  • Aufzeichnungen aus 2010 und früher.
  • Inventare, die bis zum 31.12.2010 aufgestellt worden sind.
  • Bücher, in denen die letzte Eintragung im Jahr 2010 oder früher erfolgt ist.
  • Jahresabschlüsse, Eröffnungsbilanzen und Lageberichte, die 2010 oder früher aufgestellt worden sind.
  • Buchungsbelege aus dem Jahr 2010 oder früher.
  • Empfangene Handels- oder Geschäftsbriefe und Kopien der abgesandten Handels- oder Geschäftsbriefe, die 2013 oder früher empfangen bzw. abgesandt wurden.
  • sonstige für die Besteuerung bedeutsame Unterlagen aus dem Jahr 2013 oder früher.

 

Unterlagen dürfen nicht vernichtet werden, wenn sie von Bedeutung sind

  • für eine begonnene Außenprüfung,
  • für anhängige steuerstraf- oder bußgeldrechtliche Ermittlungen,
  • für ein schwebendes oder auf Grund einer Außenprüfung zu erwartendes Rechtsbehelfsverfahren oder zur Begründung der Anträge an das Finanzamt und
  • bei vorläufigen Steuerfestsetzungen.

Es ist darauf zu achten, dass auch die elektronisch erstellten Daten für zehn Jahre vorgehalten werden müssen.

Natürliche Personen, deren Summe der positiven Einkünfte aus Überschusseinkünften (aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung und sonstige Einkünfte) mehr als 500.000 € im Kalenderjahr 2017 betragen hat, müssen ab 2018 die im Zusammenhang stehenden Aufzeichnungen und Unterlagen sechs Jahre aufbewahren.  Bei Zusammenveranlagung sind die Feststellungen für jeden Ehegatten gesondert maßgebend.
Die Verpflichtung entfällt erst mit Ablauf des fünften aufeinanderfolgenden Kalenderjahrs in dem die Voraussetzungen nicht erfüllt sind.

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